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Die Geschichte der Gerbung - eines der ältesten Handwerke


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Die Gerbung von Leder kann berechtigterweise als eines der ältesten Handwerke der Welt bezeichnet werden, wie archäologische Funde aus der Vergangenheit eindrucksvoll bestätigen. Bereits vor rund 100.000 Jahren haben Menschen versucht mit Hilfe von Gerbungsprozessen eine höhere Haltbarkeit und Geschmeidigkeit bei den gewonnenen Häuten zu erzielen. Die Technik, die die Menschen schon damals begeisterte, hat auch in der heutigen Welt keineswegs an Bedeutung oder Zuspruch verloren. Ganz im Gegenteil sogar. Gebrauchsgegenstände und Möbel werden dank der Gerbung erst zu dem, wofür sie von zahlreichen Käufern weltweit geschätzt werden. Wie lange würden die jeweiligen Produkte wohl im tagtäglichen Gebrauch standhalten, wenn die widerstandsfähigen und langlebigen Punkte nicht zu tragen kommen würden? Wir haben die Geschichte der Gerbung für dich zusammengefasst und zeigen dir in unserem Blogbeitrag außerdem, wie die Menschen in der Vergangenheit davon profitiert haben.

Beliebte Vorgehensweise - auch bei den Steinzeitmenschen

Im direkten Vergleich mit der Tierwelt hat der Mensch definitiv ein paar Defizite aufzuweisen. Vor allem bei sehr ungemütlichen und schlechten Wetterbedingungen kommt dieses auch heutzutage noch schnell zum Vorschein. Immer wenn es regnet, windet und fröstelt geht der Griff wortwörtlich in „Windeseile“ zur Jacke, Regenjacke und Co., um sich schützen zu können.

Bereits die Steinzeitmenschen haben verstanden, dass man sich diesen Bedingungen nur langfristig entgegenstellen kann, wenn eine weitere Schutzschicht ins Spiel kommt. Fremde Materialien mussten her, damit die natürliche aber durchaus eingeschränkte Widerstandsfähigkeit des menschlichen Körpers ein Upgrade bekommt. Es dauerte nicht lange bis man zu der Feststellung kam, dass die enthaarten Felle deutlich länger hielten, wenn man sie weiter behandelt.

Hilfsmittel wie Knochenmark wurden eingesetzt, um die Lebensdauer in die Höhe zu treiben. Durch das regelmäßige Einreiben mit Fett wurde außerdem sichergestellt, dass das Material weich bleibt und nicht Gefahr läuft auszutrocknen. Bis heute gibt es bestimmte Teile auf unserem Planeten, in denen die dort lebenden Menschen auf derartige Methoden vertrauen.

Die Geschichte der Gerbung - das alte Ägypten

Dank dem Fund eines archäologischen Teams weiß man heutzutage, dass die ersten gegerbten Leder aus der Zeit der alten Ägypter stammen. Der große und bedeutsame Fund, der viele Schoten der Arabischen Akazie und auch Gerber-Werkzeuge freilegte, ist ein toller Beweis dafür, dass Menschen zu dieser Zeit auf die Gerbung setzten. Auch viele unvollendete Lederreste wurden unter den Fundstücken ausfindig gemacht, was die anfängliche Vermutung einer Gerberwerkstatt nochmals deutlich bekräftigte.

Vor allem die Gerbstoffe, die sich in der Schote der Arabischen Akazie befinden, waren für die Wissenschaftler ein starkes Indiz. An den Lederresten waren großspurig Reste davon auffindbar, sodass man daraus schließen konnte, wie die Menschen damals vorgegangen sind.

Die weitere Forschungsarbeit zeigte, dass auch andere Gerbungsmethoden angewendet wurden und die Herangehensweise auf rein pflanzlicher Basis lediglich ein Teil des Gesamten war. So wurden teilweise sogar Mineralien und Öle aus Syrien importiert, um eine nichtpflanzliche Gerbung durchführen zu können. Die vielen ungesättigten Fettsäuren, die sich beispielsweise im Sesamöl befinden, waren ein unglaublich effizientes Mittel und dementsprechend hoch im Kurs.

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Die Gerbung von Leder im römischen Militär

Leder war in den Reihen des römischen Militärs weitverbreitet und auf Grund der positiven Eigenschaften äußerst beliebt. So waren beispielsweise die Schuhe der Soldaten stets aus Leder gefertigt und auch für die Herstellung von Kappen wurde oftmals das robuste Material verwendet.

Bedenkt man, wie wichtig der Einsatz von Soldaten im römischen Reich war, kann man in etwa erahnen, dass man dementsprechend auch alles dafür getan hat, dass die Ausrüstungsgegenstände von hochqualitativer Art sind. Die Gerbung von Leder war entsprechend dieses Gedankens auch zu dieser Zeit eine Selbstverständlichkeit.

Dabei stand vor allem die sogenannte „Alaungerbung“ im Fokus der Menschen. Die schwefelsauren Doppelsalze waren ein Qualitätsgarant, wenn es darum ging das Leder besonders geschmeidig zu machen. Die Weiterverarbeitung war mit dieser soften Beschaffenheit deutlich angenehmer, was wiederum die Herstellungsprozesse optimierte.

Die ursprünglich aus Ägypten stammende Gerbungstechnik konnte in einem der bekanntesten Gräber nachgewiesen werden. In der letzten Ruhestätte Tutanchamuns lagen zahlreiche, guterhaltene Lederstücke, die mit Hilfe der Alaungerbung behandelt wurden. 

Der große Durchbruch im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert wurde das bis dato gesamte Wissen über die Gerbung auf den Kopf gestellt und dank eines grandiosen Durchbruches fast schon neu erfunden. Da die Anzahl an Lederbetrieben und Manufakturen um 1750 kontinuierlich Anstieg, beschäftigte man sich fortan auch auf wissenschaftlicher Seite intensiver mit dem effektiven und lukrativen Lederbearbeitungsverfahren.

Die Gerbung unter der Verwendung von Chromsalzen war eine revolutionäre Entdeckung. Der riesige Einfluss auf die Produktionsabläufe innerhalb der damaligen Firmen, reicht bis in unsere heutige Zeit an. War der Gerbungsprozess früher an langatmige und zeitraubende Abläufe gebunden, konnte man es nun bewerkstelligen die Gesamtdauer auf lediglich wenige Stunden zu minimieren.

Auch mit Hinblick auf die zahlreichen Eigenschaften von gegerbtem Leder konnte man dank des neuen Prozesses Verbesserungen erzielen. Der Transport und die Lagerung ging besser vonstatten und auch in punkto Reißfestigkeit konnte man in bis dahin unbekannte Sphären vorstoßen. Der Durchbruch im 19. Jahrhundert war der absolute Höhepunkt in der langen Geschichte der Gerbung.

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