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Alte Schmuckstücke in neuem Glanz - kann Leder gefärbt werden?


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Lederprodukte gelten als besonders langlebig und robust. Entscheidet man sich einmal für eine Tasche, eine Geldbörse oder ein Sofa aus Leder, dann weiß man, dass diese Produkte viele Jahre überdauern werden. Doch mit den Jahren verändert sich oftmals der eigene Geschmack. Statt der Farbe Rosa, bevorzugt man nun doch ein elegantes Schwarz. Statt Braun, möchte man nun aber doch etwas Blaues, dass farblich zum Anzug passt. Eine Umfärbung des Produktes könnte schnell Abhilfe schaffen und deinen herbeigesehnten Farbton Wahrheit werden lassen. Richtig gehört! Tatsächlich kann Echtleder gefärbt werden – man muss nur wissen wie! Worauf du beim Färben achten solltest und wieso die Ausgangsform des Leders so wichtig ist, erfährst du hier.

Welche Lederarten gibt es?

Zunächst sollte man in zwei Ledersorten unterteilen - das Glattleder und das Rauleder. Jede Sorte hat ihre ganz eigenen Eigenschaften und muss eine spezielle Pflege erhalten.

Glattleder: Hierbei wird die Oberseite der Tierhaut verwendet. Obwohl der Begriff „Glattleder“ auf eine vollständig glatte Oberfläche andeutet, hat diese dennoch eine Struktur aufzuweisen. Poren, Narben & Co. können beim genaueren Hinsehen erkennbar sein.

Rauleder: Im Gegensatz zum Glattleder ist Rauleder angeschliffen und weist somit eine andere Oberflächenbeschaffenheit auf. Die angeraute Oberfläche kann z.B. Schäden an der Tierhaut überdecken. Im Handel ist Rauleder eher unter dem Namen Wildleder oder Velourleder zu finden.

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Wie färbe ich Leder am besten?

Wer eine dieser beiden Sorten umfärben möchte, der sollte das Produkt ausgiebig vorbereiten. Zu Vorbereitung zählt zunächst eine gründliche Pflege. Befreie deine Accessoires oder Möbelstücke von Schmutz, Staub oder anderen Partikeln und lass sie ohne direkte Hitzeeinwirkung trocknen.

Glattleder färben: Wer das Glattleder bereits von Staub und Schmutz befreit sowie getrocknet hat, der kann im letzten Schritt mit einer speziellen, weichen Bürste über die Nähte und Ränder seines Lieblingsstückes gehen. So werden auch die letzten Schmutzrückstände zwischen den Nähten auf sanfte Weise entfernt. Wie auch bei anderen Materialien, hält die Farbe stets besser, wenn die Oberfläche leicht angeraut wird. So bekommt die Farbe mehr Griff und kann sich auf dem Leder festsetzen.

Je nachdem für welche Farbe du dich entschieden hast, kommt im nächsten Schritt die Grundierung. Diese verspricht nochmals eine längere Haltbarkeit. Sollte eine Grundierung nicht nötig sein, kannst du beispielsweise deine Geldbörse mit der Farbe besprühen und anschließend trocknen lassen. Da die Farbe ohne jeglichen Schutz mit der Zeit einfach verschwinden würde, ist ein sogenannter Überlack Pflicht. Um die Farbe zu versiegeln, wird diese Lederversieglung zum Schluss über die Farbe gegeben.

Rauleder färben: Befreie den Gegenstand gründlich von Staub. Hierfür kannst du unter anderem auf einen herkömmlichen Staubsauger zurückgreifen. Anschließend sollte das Leder mit klarem Wasser gereinigt werden. Die anschließende Trocknung ist auch bei Rauleder Pflicht, kann jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wie auch beim Glattleder, sollte hier vor der Farbbehandlung eine weiche Bürste verwendet werden. Durch diese stellen sich zudem die feinen Fasern des Rauleders auf. Durch diese Fasern fällt das Anrauen der Oberfläche weg.

Je nach Farbauswahl, sollte auch hier zunächst eine Grundierung angewandt werden. Erst nach der Grundierung kannst du die eigentliche Farbe auftragen. Wildleder sollte jedoch niemals heller, sondern ausschließlich dunkler gefärbt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Um die Farbe zu versiegeln und deutlich haltbarer zu machen, ist auch hier ein Überlack bzw. eine Farbversiegelung nötig. Ein kurzer Abriebtest verrät, ob du ausreichend Lack aufgetragen hast oder ob du die letzten zwei Schritte wiederholen musst.

Verändert sich das Material nach dem Färben?

Obwohl man Leder durchaus einfach färben kann, kann es vorkommen, dass das Ergebnis nicht wie gewünscht ausfällt. Wer von dunkel auf hell färben will, muss oftmals einige Schichten Farbe auftragen, sodass sich das eigentlich weiche Material deutlich verhärtet. Auch die natürliche Struktur kann unter der vielen Farbe leiden. Wer seine Tasche, oder seinen Ledergürtel nur eine Nuance dunkler gestalten möchte, der kann die oben genannten Schritte jedoch ohne Bedenken anwenden.

Alternativ zu der Farbe kann spezielles Lederöl verwendet werden, das beim Auftragen den Ton leicht verdunkeln und die Farbe intensiver erscheinen lässt.

Kann Kunstleder ebenfalls gefärbt werden?

Die Oberflächenbeschaffenheit von Kunstleder ist im Vergleich zu Echtleder komplett anders. Die Oberfläche kann Farbe nur sehr schwer aufnehmen. Hinzu kommt, dass viele Lederprodukte und Lacke nicht für Kunstleder gefertigt wurden und somit nicht verwendet werden können. Wer von einer Färbung trotzdem nicht ablassen möchte, der sollte hier nur auf spezielle Mittel für Kunstleder zurückgreifen. Diese sind extra für einen derartigen Gebrauch hergestellt worden, sodass die Farbe haften bleibt.

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